Evang.-Luth. Kirchengemeinde Ellingen

Bezeichnung:
Evang.-Luth. Kirchengemeinde Ellingen

Pfarramt:
Hausner Gasse 23, 91792 Ellingen
Tel.: 09141 / 2709
Fax: 09141 / 997834
E-Mail: pfarramt.ellingen@elkb.de
Internet: www.christuskirche-ellingen.de

Pfarrer:
Roland Knöll

Kirchen:
Christuskirche, Im Stadtgarten 13, 91792 Ellingen
St. Oswald, zwischen Hörlbach und Massenbach

Gemeindehaus:
Evangelisches Gemeindehaus, Im Stadtgarten 13, 91792 Ellingen

Regelmäßige Gottesdienste:

Christuskirche Ellingen:
Sonn- und Feiertags 10.00 Uhr, einmal im Monat 19.00 Uhr

St. Oswald, Hörlbach:
Sonntags 14-tägig um 8.45 Uhr

Kindergottesdienst:
einmal pro Monat Sonntag 10.00 Uhr Gemeindehaus

Evang.-Luth. Kirchengemeinde Ellingen
Evang.-Luth. Kirchengemeinde Ellingen
Evang.-Luth. Kirchengemeinde Ellingen

Gruppenangebote:
Eltern-Kind-Gruppe: montags 9.15 Uhr Gemeindehaus
Posaunenchor: freitags 19.30 Uhr / 20.00 Uhr im Gemeindehaus (www.posaunenchor-ellingen.de)
Chörle: Probe meist sonntags 19.00 Uhr, 14-tägig im Gemeindehaus

Wissenswertes:
Nachdem um die Jahrhundertwende die Anzahl der evangelischen Bürger in der katholischen Deutschordensstadt auf 250 angewachsen war, wurde 1909 ein protestantischer Kirchenbauverein gegründet. Erst im Januar 1924 kam es zum Kauf des Kirchenbaugrundstücks im Stadtgarten. Als Architekt konnte Professor German Bestelmeyer gewonnen werden. Am 29. November 1925, dem 1. Advent, wurde sie schließlich eingeweiht.
In einer Würdigung des Baus schrieb 1927 Arthur Schlegel, profunder Kenner und Entdecker des Ellinger Barock, in Wasmuths Monatshefte für Baukunst: „Beim Blick von fern fügt sich ihr bewegter, klar gegliederter Umriss dem Stadtgrundriss gut ein … In den einzelnen Architekturformen (Proportionen und Umrahmungen der Fenster und Türen, Gesimsprofile, Rahmenleiste des Deckengemäldes usw.) bemerkt man eine Anlehnung an den Ellinger Barock. Auch hat Bestelmeyer die damals übliche Bauweise beibehalten: Das Mauerwerk ist in Bruchstein ausgeführt und verputzt; Sockel, Gesimse, Fenster und Türumrahmungen bestehen aus Haustein. Die Dächer sind mit Ausnahme der Turmzwiebel mit Ziegeln gedeckt.“ Und weiter: Die Kirche wirkt „nicht wie ein moderner Fremdkörper im architektonischen Gesamtbild Ellingens … sondern (scheint) erwachsen …aus heimischer Überlieferung.“

Die St. Oswald-Kirche ist eine gotische Anlage aus dem 14. Jahrhundert, die immer wieder umgebaut und restauriert wurde: Das Langhaus wurde 1711 umgebaut. Die Sakristei entstand 1835: Durch den Einbau der Sakristeitür wurden leider Malereien an der Ostwand beschädigt. Die frühgotischen Fresken im Chorraumder St. Oswald-Kirche wurden erst bei der Erweiterung des Langhauses im Jahr 1913 wieder aufgedeckt und 1921 unter der Leitung des Landesamtes für Denkmalpflege konserviert. Sie zeigen die heilige Dreifaltigkeit in der Form des Gnadenstuhls, die Verkündigung des Erzengels Gabriel an Maria, Szenen aus der Passion Jesu sowie Christus als Weltenrichter. Der 1711 errichtete Altar trägt eine Darstellung des Abendmahles.

In den Jahren 1967 und 1983 wurden weitreichende Sanierungsarbeiten unternommen, bei denen die Hörlbacher sich stets treu engagiert für ihre St. Oswald-Kirche einsetzten. Neben der Festigung der wertvollen Fresken galt der Trockenlegung der Außenmauern besondere Anstrengung.

Beim Abschluss der neuesten Sanierungsarbeiten 1993 kam es zu einem verheerenden Chemieunfall. Die Folge war eine völlig verseuchte St. Oswald-Kirche. Fresken, Altar und Kanzel waren hochgradig gefährdet, Vasa Sacra und Orgel unwiederbringlich zerstört, die Kirche war nicht zu betreten. Unter Federführung des Staatlichen Hochbauamtes Ansbach hat die Kirchengemeinde zusammen mit Freunden und Förderern der St. Oswald-Kirche sowie durch massive staatliche und landeskirchliche Zuschüsse einen Kraftakt vollbracht: Nach sieben Jahren konnte die rundum renovierte Kirche zum Kirchweihfest 2000 wieder eingeweiht werden.